[Rezension] „Mein Herz ist eine Insel“ von Anne Sanders

Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders

Buchinformationen: (Quelle: https://www.randomhouse.de

€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7645-0593-6
Erscheint: 27.03.2017
 
 
Autoreninfo: (Quelle: https://www.randomhouse.de
Anne Sanders lebt in München und arbeitet als Autorin und Journalistin. Zu schreiben begann sie bei der Süddeutschen Zeitung. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie unter anderem Namen bereits erfolgreich Romane für jugendliche Leser. Die Küste Cornwalls begeisterte Anne Sanders auf einer Reise so sehr, dass sie spontan beschloss, ihren Roman Sommer in St. Ives dort spielen zu lassen. Dieser eroberte die Herzen der Leserinnen und war wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
 
 
Klappentext:

Der neue Sommer-Wohlfühlroman von Bestsellerautorin Anne Sanders – charmant, witzig und mit ganz viel Herz!

Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein …

 
 
Meine Meinung:
Ich bin auf das Buch aufgrund seines Covers und seines Klappentextes aufmerksam geworden. Ich habe im letzten Jahr bereits „Sommer in St. Ives“ von der Autorin gelesen und fand es ziemlich gelungen. Daher befand sich diese Buch auch auf meiner Wunschliste und ich war glücklich, als ich es als Rezensionsexemplar erhielt. 
Als ich anfing zu lesen, war ich allerdings zunächst ein wenig enttäuscht, da ich starke Probleme mit Isla hatte. Sie war meiner Meinung nach anfangs ein wenig zu selbstverliebt und egoistisch. Sie bemitleidet sich die Ganze Zeit nur selbst und wiederholt ständig wie schrecklich sie die Insel und seine Bewohner findet. Das raue Wetter tat dann noch sein übriges, so dass zunächst bei mir keine echte Stimmung aufkommen wollte. Zum Glück wandelte es sich nach einer Weile dann doch noch, so dass ich die Möglichkeit hatte tief in die Geschichte einzutauchen. 
Von den Charakteren haben mir Finn und seine Großtante Shona am Besten gefallen.
Finn ist ein sehr intelligenter und gut aussehender Mann, der sich jedoch nichts darauf einbildet. Er ist ein sehr bodenständiger Typ, der ein großen Gemeinschaftssinn besitzt. Finn war als Kind und Jugendlicher eng mit Isla befreundet, bis sie ihn und auch alle anderen plötzlich verließ. Deswegen ist er zunächst auch misstrauisch, als er sie wiedersieht, spürt aber gleichzeitig auch alte Gefühle in sich aufkommen. 
Shona ist so etwas wie die gute Seele der Insel. Ihr Wort scheint Gesetz zu sein, auch wenn sie dies nicht mit Macht hervorbringt, sondern stattdessen immer heimlich in die Angelegenheiten der Inselbewohner und insbesondere bei Isla und Finn einmischt. 
 
Dies ist ein Roman, der vor allem von dem rauen Charme der schottischen Insel lebt. Wobei ich hier gleichzeitig auch die Kritik anbringen muss, dass das Cover nicht die Stimmung des Romans wiederspiegelt. Wenn man nach dem Cover geht, müsste dies eher ein Roman sein, der im Sommer an der amerikanischen Ostküste spielt. Hier wäre ein etwas „realistischeres“ Cover von Vorteil, um Enttäuschungen vorzubeugen.
Wenn man vom fehlerhaften Cover mal absieht, ist dies ein Roman, bei dem man sich in die Insel verliebt. Selbst wenn das Wetter nicht immer so mitspielt und die Charaktere auch mal ein wenig darunter leiden müssen, sorgt gerade dieser urige Charme der Insel, dass die Geschehnisse real wirken. Nichts wirkt gekünstelt, sondern spielt die Wirklichkeit wieder. 
Anne Sanders schafft es mit einer sehr eingehenden Bildsprache, dass man das Gefühl live vor Ort zu sein und ein stiller Beobachter zu sein. Indem sie die Geschehnisse abwechselnd von Isla und Finn berichten lässt, bekommt man nicht nur einen tiefen Einblick in die beiden Hauptfiguren, die durchaus vielschichtig sind. Viel mehr gelingt es Anne Sanders dadurch die Ereignisse von verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, wodurch jeder sich sein eigenes Bild machen und eigene Schlüsse für sich ziehen kann. 
 
Des Weiteren ist dies ein Roman voller Geheimnisse. Man versucht zum Einen zu ergründen, was der geheimnisvolle Tourist, der immer wieder Fragen über die Insel und seine Bewohner stellt und gleichzeitig auch noch mit Isla anbandelt (und Finn damit zur Weißglut bringt) beabsichtigt. Zum Anderen möchte man wissen, warum Isla die verbitterte Person ist, zu der sie geworden ist. Immer wieder werden alte Geschichten und Geheimnisse hervorgekramt, die alles letztendlich zu einem tollen Ganzen zusammenführen. 
Gleichzeitig sorgt die geheimnisvolle Geschichte zur Insel, die immer wieder mit einzelnen Kapiteln in die Gesamthandlung mit eingewoben wird, dass sich alles letztendlich prima fügt und einen Sinn ergibt. 
 
Insgesamt ist dies ein toller Roman, der zwar schwach und ziemlich missmutig startet, dann jedoch durch den eigenwilligen Charme der Insel und seiner Bewohner überzeugt. 
Letztendlich habe ich diesen Roman wahrlich genossen und kann eine Leseempfehlung für alle aussprechen, die Bücher mit rauem Charme mögen und auf eine Menge an Gefühlen, Gemeinschaftssinn und dunklen Geheimnissen stehen! 
 
Note: 2-
 
Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe* 
 
 

[Rezension] „Under Your Skin – Halt mich fest“ von Scarlett Cole

Buchinformationen: (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)
Große Gefühle Crossover Frauenunterhaltung
Taschenbuch
Broschur
448 Seiten
The Strongest Steel
Aus dem Englischen übersetzt von Alexandra Hölscher.
ISBN-13 9783548288581
Erschienen: 13.01.2017
 
 
Autoreninfo: (Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de)
Scarlett Cole arbeitete als Marketingleiterin einer großen Einzelhandelsfirma in Kanada, bevor sie sich voll und ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt in Toronto.
 
 
Klappentext:
Harper Connelly führt ein vermeintlich unbeschwertes Leben in Miami. Doch sie trägt eine schmerzhafte Erinnerung an ihren Ex-Freund mit sich: Narben auf ihrem Rücken. Harper will endlich wieder im Bikini an den Strand gehen, sich frei von der Vergangenheit machen. Trent Andrews ist für seine kaschierenden Tätowierungen bekannt. Als sie ihn zum ersten Mal sieht, spürt sie sofort eine überwältigende Anziehung. Auch Trent ist übermannt von seinen Gefühlen für diese verletzliche Schönheit, die plötzlich vor ihm steht. Doch Harper fällt es schwer sich fallen zu lassen. Dann merkt sie, dass Trent nicht nur unglaublich attraktiv ist, sondern dass es da noch etwas gibt. Langsam beginnt sie, ihm zu vertrauen. Auch das Tattoo wird von Sitzung zu Sitzung schöner – ein großes Schwert in Flammen. Bis plötzlich SMS auftauchen, die nur von einem stammen können: Harpers Ex. Schafft er es ein zweites Mal ihr Leben zu erschüttern?
 
 
Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt der UNDER-YOUR-SKIN-Bestsellerserie aus den USA, von dem ich vor dem Lesen schon sehr viel Gutes gehört habe. Daher habe ich mir das Buch nun auch vorgenommen. 
 
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Harper Conelly, die nach einer Gewalttat ihres Ex-Freundes den Rücken voller Narben trägt. Um diese zu überdecken, entschließt sie sich zu Tätowierungen und betritt daher das Tatoostudio von Trent Andrews, der als Meister seines Fachs gilt. Zwischen den beiden knistert es sofort, auch wenn Harper sich nicht traut ihren Gefühlen nachzugeben, da sie nicht nur äußerliche Narben mit sich rumträgt. 
 
Von der Thematik her ist dies ein überaus spannendes Buch. Allerdings hat die Autorin meiner Ansicht nach nicht genug daraus gemacht. Natürlich kommt am Anfang ein starkes Hadern seitens Harper zu Tage, jedoch lässt sie sehr schnell ihre Hemmungen fallen. Zu schnell für meinen Geschmack. Zwar sind die Auswirkungen der Gewalttat ihres Ex-Freundes auch im späteren Verlauf noch präsent. Nur ist Harper dann plötzlich relativ ungewohnt selbstbewusst, so dass es unglaubwürdig wirkt. Hier hätte entweder etwas mehr Unentschlossenheit seitens Harper aufkommen müssen oder die Autorin hätte im mittleren Teil noch ein paar mehr Seiten hinzufügen müssen, um nicht einen so abrupten Wandel zu vollziehen. 
 
Scarlett Cole hat einen leichten und lockeren Schreibstil, dem man gerne folgt. Auch wenn dieses Buch über 400 Seiten hat, hat man beim Lesen nicht das Gefühl, dass es sich um so viele Seiten handelt. Die Autorin schafft es mit ihrem knisternden Erzählstil die Leser zu fesseln. Man wird förmlich von den Geschehnissen mitgerissen, da die Handlung eine Menge Dramatik und Emotionen bereit hält. 
Dieses Buch strotzt nur so vor Sexappeal, welches vor allem durch Harper und Trent spürbar wird. Die beiden versprühen eine vollkommene erotische Spannung, die sich durch die Gesamthandlung zieht. 
Man spürt, dass Scarlett Cole ihre beiden Hauptfiguren gut ausgearbeitet hat und ihr diese am Herzen liegen, da man sehr tiefe Einblicke in ihre Seelen erhält. Mir waren beiden Figuren von Anfang an überaus sympathisch. Im Laufe des Roman werden verschiedene Figuren als Nebenfiguren auf den Plan geworfen, die alle grundverschieden sind, jedoch durch ihre Einzigartigkeit zum Gelingen der Gesamthandlung beitragen. 
Wobei ich auch gestehen muss, dass ich bis zum Ende nicht so ganz verstanden habe, was es tatsächlich mit Harpers Bruder auf sich hat. Am Anfang des Romans wird etwas bezüglich seiner Person erwähnt, was irgendwie nicht mehr zu späteren Erwähnungen passt. Ich möchte hier allerdings nicht zu sehr darauf eingehen, um nicht zu viel zu verraten.
 
Auch wenn ich an diesem Roman durchaus Kritikpunkte anzubringen habe, freue ich mich schon darauf den nächsten Teil zu lesen. 
Denn generell ist der Roman wirklich spannend geschrieben, allerdings mit einigen Ungereimtheiten. Ein paar Seiten mehr hätten dem Roman definitiv gutgetan!
 
Note: 3+
 
Wer nun neugierig geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*
 
 

Verspäteter Monatsrückblick Februar 2017

Hallo zusammen,
 
dies wird ein kurzer Februar-Monatsrückblick. Leider waren die letzten Wochen sehr von Krankheit geprägt, weshalb ich nicht so viel bloggen konnte, wie es gerne gewollt hätte. 
Nachdem es mich Anfang Februar, das erste Mal grippetechnisch so richtig erwischt hat, musste ich mich entscheiden, wie ich wieder so richtig starte, um wieder ins Bloggergefühl reinzukommen. Mir war klar, dass ich nicht alles auf einmal würde aufholen können. Daher musste ich Abstriche machen und habe deshalb an keinen Aktionen mehr teilgenommen, was mir einerseits zwar ein wenig gefehlt hat, andererseits aber auch weniger Druck bedeutet hat. Stattdessen habe ich mir meine noch offenen Rezensionsexemplare vorgenommen, die ich bereits aufgeschoben hatte, vor allem, weil mir zwei davon so gar nicht gefallen hatten. Und auch wenn dieser Monat mit „nur“ 6 geschriebenen Rezensionen ziemlich mau war, bin ich dennoch stolz darauf. Denn ein wenig bloggen ist immer noch besser als nicht bloggen, oder?!  😉 
 
 
Gelesen habe ich im Februar insgesamt 6 Bücher, womit ich zwar ein wenig unter meiner gewohnten Anzahl, aber dennoch innerhalb meines gesetzten Solls für 2017. Folgende Bücher habe ich mir im Februar vorgenommen:
 
Evolution – Stadt der Überlebenden / Thomas Thiemeyer (360 Seiten)
Mein Herz gehört dir / Marie Force (528 Seiten)
Im Schatten das Licht / Jojo Moyes (571 Seiten)
Die zwei Seiten meines Herzens / Leigh Himes (512 Seiten)
Harry Potter und der Stein der Weisen (Schmuckausgabe) / J.K. Rowling (256 Seiten)
 
Mein Buchhighlight war in jedem Fall „Mein Herz gehört dir“ von Marie Force. Ich liebe ihre „Lost in love“ – Reihe einfach und freue mich schon auf den nächsten Band! 
Ein echter Flop war nicht dabei. 
Ich habe mir diesen Monat endlich mal den ersten Band von Harry Potter vorgenommen. Ich habe mich vor gut 15-17 Jahren schon mal an das Buch gewagt. Damals konnte es mich allerdings nicht für mich gewinnen (wobei ich die Filme liebe) und hatte es daher nach gut 50 Seiten abgebrochen. Ich weiß nicht, ob es an der wundervollen Schmuckausgabe lag, aber dieses Mal war ich vom Roman hingerissen. Eine Buchbesprechung hierzu wird es innerhalb des Märzes auch noch geben. Allerdings werde ich hier dann eher auf die tollen Illustrationen statt auf den Inhalt eingehen, denn der ist allen ja hinlänglich bekannt.
 
 
Ende Februar endete auch die „Sparstrumpf-Challenge #5“ von buecherkaffee.de, bei der es darum geht ein Jahr lang für jedes gelesene Buch einen bestimmten Geldbetrag beiseite zu legen. Ich habe 2015/2016 schon einmal teilgenommen und damals 195€ gespart. Das Geld habe ich letztes Jahr für meine Reise zur Frankfurter Buchmesse verwandt. Für die letzte Challenge  Allerdings habe ich 2€ je gelesenem Buch und 1€ je verfasster Rezension beiseite gelegt und so 260€ gespart. Von März 2016 bis Februar 2017 habe ich 104 Bücher gelesen. Hätte ich mehr Bücher rezensiert, wäre ein höherer Beitrag zusammengekommen. Leider hatte ich zwischendurch Hänger. Also sei es drum!  😎 
Die Challenge geht auch in ein neues Jahr und ich werde erneut teilnehmen. Der neue Beitrag auf buecherkaffee.de steht noch nicht. Und ich bin leider auch aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu gekommen einen zu erstellen. Ich werde dies aber in den kommenden Tagen nachholen. 
 
 
Evtl. wird es noch ein paar Tage dauern, bis ich wieder in meinen Bloggeralltag zurückfinde, da mich die Grippe leider erneut erwischt hat. Falls jemand von euch also tolle, wirksame Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte hat (damit mich nicht in kurzer Zeit die nächste Grippe erwischt), immer her damit!  😳 
 
Bis bald! 
Babs