[Rezension] „Mit dir für immer“ von Susan Wiggs

Buchinformationen: (Quelle: http://www.mira-taschenbuch.de/)

ISBN 978-3-95649-259-4
304 Seiten [Eigener Nachtrag: Es sind 403 Seiten]
9,99 EUR [D] 10,30 EUR [AT]
Originaltitel: Starlight On Willow Lake
ISBN eBook 978-3-95649-507-6

Autoreninfo: (Quelle: http://www.amazon.de/)

Susan Wiggs hat an der Harvard-Universität studiert und ist mit gleicher Leidenschaft Autorin, Mutter und Ehefrau. Ihre Hobbys sind Lesen, Reisen und Stricken. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Hund auf einer Insel im nordwestlichen Pazifik.

Klappentext:

Willow Lake ist seine Heimat, nur widerstrebend kehrt er zurück – nicht ahnend, dass sein Leben vollkommen auf den Kopf gestellt wird.

Hell leuchten die Sterne über dem Willow Lake – doch Mason Bellamy hat keinen Blick dafür. Als Mann, der die Großstadt, die Frauen und das Abenteuer liebt, erträgt er die Idylle seiner alten Heimat nur schwer. Für ihn steht fest: Sobald er eine Pflegerin für seine kranke Mutter gefunden hat, kehrt er Willow Lake den Rücken. Doch dann trifft er Faith McCallum, alleinerziehende Mutter zweier Töchter. Fasziniert von der sanften Frau, stimmt er neugierig zu, als sie ihn bittet, noch länger zu bleiben. Noch ahnt Mason nicht, dass sie und ihre Kinder schon bald all seine Barrieren zum Einsturz bringen und ihm zeigen werden, was in seinem Leben fehlt. Emotionale Bindungen, Tiefe … und wahre Liebe.

Meine Meinung:

Nach längerer Zeit ist endlich der nächste Teil der Lakeshore Chronicles erschienen, einer Buchreihe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Daher war ich auf diesen Band auch sehr gespannt und wollte ihn unbedingt lesen.
Susan Wiggs nimmt ihre Leser in diesem Roman erneut mit an den zauberhaften Willow Lake, in den man sich einfach nur verlieben kann.

Im Mittelpunkt dieses Romans stehen Mason Bellamy, einem reichen Mann, der New York dem kleinen Ort vorzieht, und Faith McCallum, alleinerziehende Frau mit zwei Kindern, die er als Pflegerin für seine Mutter Alice einstellt.
Die beiden kommen im Grunde aus grundverschiedenen Welten, haben aber dennoch mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick erscheint. Beide tragen Geheimnisse mit sich rum, die sie zu dem machen, was sie sind. Beiden fällt es schwer über ihre Gefühle zu sprechen und haben eine Mauer um sich aufgebaut.
Die beiden treffen bei einem Unfall zusammen. Beeindruckt von Faith Entschluss- und Durchsetzungskraft, stellt Mason sie als Alice Pflegerin ein. Dabei erweichen Faith und ihre Töchter nicht nur seine herrische Mutter, sondern auch sein Herz, auch wenn er es nicht will.

Susan Wiggs hat ihre Figuren in diesem Buch hervorragend gezeichnet. Sie hat die Charaktere wohldurchdacht und ihren Eigenschaften verliehen, die sie einzigartig macht. Da ist zum Einen Mason, der seit Jahren versucht sich nicht zu sehr zu binden, weder an seine Familie (wobei er seiner Mutter und seinen Geschwistern durchaus nahe steht), noch an eine Frau. Obwohl er im Grunde alles im Leben hat, spürt man sehr schnell, dass sein Verhalten einfach ein Schutzwall ist. Zum Anderen ist da Faith, die ihr Leben lang kämpfen musste. Sie ist total willensstark und weiß, dass das Leben immer wieder Hürden aufweist, die es gilt zu überwinden. Gerade diese Willensstärke macht sie perfekt als Pflegerin von Masons Mutter, die obwohl sie sich ziemlich herrisch und stoisch gibt, ein riesiges Herz hat. Dazu kommen noch Faith Töchter Ruby, die scheinbar vor fast allem Angst hat und generell eher unsicher ist, und Cara, die weiß, dass ihre Mutter ihr nicht die Möglichkeiten bieten kann, die sie verdient, aber vorgibt, dass ihr dies nichts ausmacht.

Dieses Buch ist voller wundervoller Dialoge, sowohl zwischen Mason und Faith, als auch zwischen der spitzzüngigen Alice mit allen um sich herum. Susan Wiggs schafft es, dass man den Figuren ihr Handeln abnimmt. Lediglich Masons Freundin Regina wirkte auf mich ein wenig blass, was aber auch der Handlung zugute kommt, da so Masons Unvermögen zu seinen Gefühlen zu stehen besser hervorsticht.
Dieser Roman handelt von Vergangenheitsbewältigung und lässt seine Figuren sich intensiv mit ihrer jeweiligen auseinandersetzen. Dabei kommen immer neue Geheimnisse zu Tage, die einiges ins rechte Licht rücken. Insbesondere Mason und Faith müssen letztendlich entscheiden, ob sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen können, und bereits sind für eine neue Zukunft,
Die Figuren durchleben innerhalb des Romans nicht nur äußerlich sondern auch innerlich einen vollkommenen Wandel. Am Ende ist nichts mehr so, wie es anfangs schien.

Meiner Meinung nach ist dies eins der besten Bücher der Romanreihe. Ich bin beim lesen tief in die Geschichte eingetaucht und habe mich in ihr verloren. Ich hatte das Gefühl live vor Ort zu sein und das Wasser des Sees auf meiner Haut zu spüren und die Blumen im Garten riechen zu können.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass der Roman mir an der ein oder anderen Stelle ein wenig in die Länge gezogen wirkte. Stellenweise bemitleiden sich die Figuren ein wenig zu sehr selbst und wiederholen sich dabei auch etwas.

Und auch wenn das Ende letztendlich schon vorhersehbar war, ist es dennoch nicht weniger gut. Dieser Roman kann immer wieder mit interessanten Überraschungen aufweisen, die die Handlung in neue Bahnen lenkt.
Daher bekommt der Roman von mir starke 4 (von 5) Punkte.

Wer nun neugierig auf den Roman geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*

[Rezension] „Ich bin der Schmerz“ von Ethan Cross

Buchinformationen: (Quelle: www.luebbe.de)

BASTEI LÜBBE
TASCHENBUCH
THRILLER
430 SEITEN
ISBN: 978-3-404-17258-0
ERSTERSCHEINUNG: 12.11.2015

Autoreninfo: (Quelle: www.luebbe.de)

Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau und zwei Töchtern in Illinois lebt. Nach einer Zeit als Musiker schrieb Ethan Cross mit „Ich bin die Nacht“ seinen ersten Roman. „Ich bin die Angst“ ist das zweite Buch um die ungleichen Protagonisten Francis Ackerman junior und Marcus Williams.

Klappentext:

Die Medien nennen ihn den „Anstifter“, und das Spiel, das er spielt, ist besonders perfide: Zuerst entführt er die Familie eines völlig unbescholtenen Mannes, bevor er diesem befiehlt, einen anderen unbescholtenen Mann zu töten. Weigert sich der Erpresste, werden seine Lieben zerstückelt. Nur die Shepherd Organization kann den Killer zur Strecke bringen. Auf der Jagd erhalten Marcus Williams und sein Team Hilfe von Marcus‘ Bruder, dem Serienkiller Francis Ackerman jr. Denn dieser weiß, wer hinter dem Anstifter steckt: sein Vater. Der, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist: dem absolut Bösen …

Meine Meinung:

Ich habe im letzten Jahr bereits die beiden Vorgängerromane „Ich bin die Nacht“ und „Ich bin die Angst“ gelesen und war bereits gefesselt vom kaltblütigen Serienkiller Francis Ackerman und dem Ermittler Marcus Williams. Daher war dieser Roman ein absolutes Lesemuss.
Nachdem ich das Buch nun durch habe, kann ich sagen, dass Ethan Cross sich selbst und seine Vorgänger sogar noch übertrifft. Wenn auch stellenweise etwas blutrünstig, ist dies meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht dieses Mal der „Anstifter“, einem neuen Serienkiller, der die Familie eines unbescholtenen Mannes entführt und ihn zwingt einen anderen Mann zu töten oder seine eigene Familie kommt nur zerstückelt zurück.
Sehr schnell kommt dabei heraus, dass es sich beim „Anstifter“ um niemanden anderen, als Marcus Williams und Francis Ackermans Vater handelt, der eigentlich für tot gehalten wurde, nachdem Francis ihn glaubte getötet zu haben. Aber er lebt noch und hat nach Francis ein neues Versuchskaninchen gefunden, an dem er erforscht, wie ein Mensch zum absoluten Bösen gebracht werden kann.
Damit Marcus seinen Vater zur Strecke bringen kann, benötigt er die Hilfe seines Bruders Francis. Denn niemand kennt ihn so wie Francis.

Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist zum Einen der innere Kampf, den Francis Ackerman in diesem Buch auslebt, um seinem Drang töten zu wollen zu unterdrücken, nur damit er seinem Bruder nahe sein kann. Denn dieser hat bereits im vorherigen Band die Bedingung an ihn gestellt, dass er nur mit ihm in Verbindung bleibt, wenn er nicht weiter tötet. Durch diesen inneren Kampf, den Ackermann auslebt, blickt man ihm tief in die Seele und erkennt, dass egal wie Böse er auch ist, ein Funken Menschlichkeit durchaus in sich steckt. Er wirkt zwischendurch wie ein gequältes Tier, dass nur versucht am Leben zu bleiben.
Zum Anderen hat mich Marcus Williams Versuch die Kontrolle über sein Leben zu behalten in diesem Buch fasziniert. Bei allem, was er bislang erlebt hat, versucht er herauszufinden, ob nicht auch er selbst ein Monster ist, dass nur dazu da ist andere Monster zu fangen.

Dieser Roman stellt an die Leser die Frage, wie weit bereit wäre für die eigene Familie zu gehen. Kann man selbst töten, nur um die Liebsten zu schützen. Nicht nur die Opfer des „Anstifters“ müssen sich diese Frage stellen. Auch insbesondere Marcus, der von seinem Vater geprüft wird.
Letztendlich fragt man sich, kann man selbst zum Monster werden?
Dieser Roman verdeutlicht einmal mehr, wie Francis Ackerman zum blutrünstigen Monster werden konnte. Er greift dabei immer wieder Geschehnisse aus dessen Kindheit auf und deckt dunkle Familiengeheimnisse auf.

Dies ist in jedem Fall ein Roman, der von Beginn bis zum Ende fesselt. Ich habe den Roman innerhalb von 2 Tagen durchgelesen und konnte ihn nur schwer aus der Hand legen, so sehr hat mich die Jagd nach dem neuen Serienkiller gefesselt.
Ethan Cross schafft es mit sehr detailgetreuen Einzelheiten die Geschehnisse beängstigend real erscheinen zu lassen. Man fiebert mit den Figuren mit und begibt sich mit ihnen auf eine dunkle Verfolgungsjagd.

Ich hoffe, dass dies nicht der letzte Roman der Reihe gewesen ist. Und falls doch ist dies ein gelungener Abschluss der Reihe, da er noch persönlicher, als die beiden Vorgängerromane ist und das Ende in sich geschlossen ist. Klar, bleibt das ein oder andere kleine Detail noch offen. Aber es wirkte auf mich dennoch abgerundet und hatte einen Sinn.

Da ich an diesem Roman kaum etwas aussetzen kann und mich mal wieder darin bestärkt hat, wieder mehr Thriller zu lesen, bekommt er von mir wohlverdiente 5 (von 5) Punkte.

Wer nun neugierig aufs Buch geworden ist, findet hier eine *Leseprobe*

Gemeinsam Lesen #148

Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich fange heute mit „Spiel, Kuss und Sieg“ an und bin noch ganz am Anfang.

Klappentext:
Als sie den Mann anschaut, der im Café vor ihr steht, muss Taryn zugeben: Ja, sie weiß es – und das nicht nur, weil sie sich als PR-Beraterin für Ausnahmesportler mit Männern auskennt, die vor Testosteron nur so strotzen. Schon viel zu lange umkreisen Angel, der breitschultrige Bodyguardtrainer mit der faszinierenden Narbe am Hals, und sie einander. Es ist definitiv an der Zeit, der Anziehungskraft nachzugeben … Denn nur weil sie in erster Linie an ihre Arbeit denkt, spricht ja nichts gegen ein kleines Abenteuer.
Doch in Fool’s Gold ist es nicht leicht, einfach nur eine Affäre zu haben. Hier glaubt jeder an die große Liebe. Die große Liebe? Ein absurder Gedanke. Oder nicht?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Wir wissen beide wohin das führt.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich kann zu diesem Buch noch nichts sagen, da ich es gerade erst beginne. Aber ich brauche nach „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ nun erst mal etwas leichtere Kost. Außerdem liebe ich die Fools Gold – Reihe, vor allem, weil die weiblichen Hauptfiguren meistens total tough sind.

4. Was hast du vor einem Jahr gelesen? Erinnerst du dich noch an Einzelheiten dieser Geschichte? 

Ich habe vor einem Jahr zwei Bücher gelesen (OK, hier brauchte ich ein wenig Hilfe von goodreads, um das rauszufinden 😉 ):

  • „Das kleine große Glück“ von Lucy Dillon
  • „Rose Harbor und der Traum vom Glück“ von Debbie Macomber

Ich kann mich sogar noch einigermaßen an den jeweiligen Inhalt erinnern.
Bei „Das kleine große Glück“ ging es um eine junge Frau, die vor Veränderungen in ihrem Leben steht und beschließt, dass sie ihr Leben und ihre Wohnung ausmisten möchte. Übrig bleiben sollen nur etwa 100 Dinge. Nach und nach stellt sie dabei fest, was ihr wichtig ist im Leben. Sie setzt sich dabei auch mit ihrer Vergangenheit auseinander, um herausfinden, was sie ändern muss, um glücklich zu sein.
Bei „Rose Harbor im Glück“ handelt es sich um den ersten Band der Rose Harbor – Reihe, der im vergangenen Jahr nochmals unter dem Namen „Winterglück“ erschienen ist. In diesem Band hat die weibliche Hauptfigur Jo Marie Rose gerade eine Bed & Breakfast – Pension im kleinen Küstenstädtchen Cedar Cove übernommen, nachdem ihr Mann gestorben ist. Ihre ersten beiden Gäste sind dabei die junge Abby Kincaid und Joshua Weaver. Beide haben Wurzeln zum kleinen Ort und müssen sich bei ihrem Besuch mit ihrer jeweiligen Vergangenheit auseinandersetzen.
Ich weiß noch, dass mir beide Romane sehr gefallen haben. Ich kann mich natürlich nicht mehr an jedes Detail lesen, habe sie jedoch beide positiv im Gedächtnis.


Wie sieht’s bei euch aus? Wisst ihr noch, was ihr vor einem Jahr gelesen habt? Falls ja, was war es?

Winterliche Grüße
Natalie