Gemeinsam Lesen #119

Hallo zusammen,

ich bin auf zwei Blogs (Weltenwanderer & schlunzenbücher) auf eine tolle Aktion gestoßen, bei der man immer Dienstags von seinen Buch, welches man derzeitig liest, berichtet, indem man vier Fragen dazu beantwortet.
Die ersten drei Fragen sind immer vorgegeben:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Die vierte Frage wird jedes Mal neu gestellt und inzwischen nur noch bei Schlunzenbücher online gestellt.

Hier nun meine Antworten für diese Woche:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Nacht im Central Park“ und bin auf Seite 217 (von 383 Seiten).

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Sie fuhren Kilometer um Kilometer.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Dieser Roman ist durchaus interessant. Allerdings weiß ich immer noch nicht recht, was ich davon halten soll. Die beiden Protagonisten rasen nur so durch die Geschichte und eine echte „Überraschung“ habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt. Von der Handlung her ist es ein interessanter Roman. Allerdings ist mir die weibliche Hauptfigur nicht unbedingt sympathisch. Bin gespannt, ob sich das zum Ende hin noch ändert.

4. Was macht für euch eine gute Rezension aus? Was darf in keiner Rezi fehlen und was sollte auf keinen Fall rein?

Ich finde die Rezi sollte immer lebendig sein und sowohl die Figuren, den Schreibstil des Autors und das Umfeld, in dem die Handlung spielt wiedergeben. Ich mag es, wenn die Rezi ehrlich ist, d.h. auch objektiv zum Ausdruck bringt, was an einem Buch nicht gut war.
Die Form ist dabei meiner Meinung nach relativ irrelevant, da jeder seinen eigenen Stil hat. Ich lese insbesondere gerne Rezis, die ihre spezielle Eigenheiten aufweisen. Die Länge ist meiner Ansicht nach eher zweitrangig, Es gibt Rezis, die mit wenigen Worten sehr viel zum Ausdruck bringen. Auch eine Kurzrezension kann bei mir die Lust auf ein Buch wecken, wenn sie den Kern des Romans wiedergeben.
Was in keinen Fall rein sollte, sind „Spoiler“, insbesondere auch nicht die Warnung davor, da man dann zu viel von der Handlung erfährt. Ich versuche die Handlung immer nur grob zu umreißen und nicht zu viel zu verraten, Auch wenn mir dies nicht immer ganz so gelingt,

Was ist mit euch? Was macht für euch eine tolle Rezi aus?

LG
Natalie

Summer Sunday Question #4

Hallo zusammen,

bei Amazing Summer Reads gibt es jeden Sonntag eine sommerliche Frage, die im Rahmen der Sommer-Challenge beantwortet werden kann.
Wer die Challenge noch nicht kennt und sommerliche Geschichten genauso mag wie ich, sollte auf jeden Fall mal einen Blick auf die Seite werfen.

Diese Woche soll folgende Frage beantwortet werden:

Welches ist dein absolutes Sommer-Lieblingsbuch?

Ich habe relativ lange über diese Frage nachgedacht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich einfach nicht auf ein Buch festlegen kann. Es gibt so viele tolle Sommerromane, die alle für sich ihre Eigenheiten haben und mir ein super Sommergefühl vermitteln. Klar gibt es welche, die herausstechen. Jedoch kann ich kein als das „absolute“ definieren.
Also habe ich mich dazu entschlossen einfach meine TOP 3 zu nominieren:

Susan Wiggs – Versprechen eines Sommers

Klappentext:
Manchmal hält das Leben ganz überraschend eine zweite Chance für uns bereit.

Camp Kioga – der Name weckt in Olivia Erinnerungen an die unbeschwerten Sommer ihrer Kindheit, den Duft von Pinien und das klare Wasser des Willow Lake. Doch der einstige Sommersitz der reichen New Yorker ist inzwischen völlig verwildert und zugewachsen. Um ihn für die große Familienfeier der Bellamys im Sommer wieder herzurichten, engagiert Olivia den örtlichen Bauunternehmer. Und kann es nicht glauben, wer da mit einem Mal vor ihr steht: Connor Davis, ihre Jugendliebe. Ihre Gefühle für einander sind nie wirklich erloschen, auch wenn sie sich damals gegenseitig sehr verletzt haben. Gemeinsam schaffen sie es, dem Camp neues Leben einzuhauchen – und geben sich dabei ein Versprechen, das weit über das Ende des Sommers hinaus halten wird.

Begründung:
Ich habe diesen Roman vor ein paar Jahren gelesen und fühlte mich zum Einen direkt an meine eigene Kindheit und den Sommern zurückversetzt, an denen ich an Ferienfreizeiten teilnahm. Wie im Roman sind damit gute, aber auch schlechte Erinnerungen verbunden, die ich nicht missen möchte.
Zum Anderen schafft es Wiggs in diesem Roman (und auch noch ein paar anderen aus der Lakeshore-Chronicles-Reihe) ein totales Sommergefühl zu erzeugen, so dass man die Sonnenstrahlen schon auf seiner Haut spürt und ins Träumen gerät.

Mary Kay Andrews – Die Sommerfrauen

Klappentext:
»Dieser Roman ist wie der schönste Tag am Strand – er soll nie zu Ende gehen!« Susan Elizabeth Phillips

Ellis, Dorie und Julia sind grundverschieden und beste Freundinnen, seit sie denken können. Jetzt haben sie endlich einmal den ganzen Sommer Zeit füreinander: vier Wochen lang, in einem Ferienhaus direkt am Meer mit Sonne satt – ein Urlaub zum Träumen.
Doch alle drei haben ihre Geheimnisse: Ellis hat ihren Job verloren, Dorie hat ihren Mann verlassen und Julia hat Angst, ihrer großen Liebe das Ja-Wort zu geben.

Ty Bazemore wohnt nebenan, außerdem gehört ihm das schöne Ferienhaus – doch das verrät er den Frauen nicht. Als er Ellis trifft, fühlt Ty sich sofort zu ihr hingezogen. Gibt er seinen Gefühlen nach, auch wenn er damit alles auf’s Spiel setzt?

Und dann ist da noch Madison, eine Frau auf der Flucht vor ihrem alten Leben: Alles was sie jetzt braucht sind ein gutes Versteck, eine neue Identität und möglichst keine Fragen. Können ihr die drei Freundinnen helfen?

Vier Wochen im Sommer, drei Freundinnen und ein Traumhaus am Strand: die perfekte Sommerlektüre – Meeresrauschen inklusive!

Begründung:
Dieser Roman war der erste Roman von Mary Kay Andrews und sie hat mich mit diesem Roman sofort in ihren Bann gezogen. Beim Lesen hatte ich das Meeresrauschen direkt vor Augen und träumte auch von einem Urlaub in einem alten Strandhaus an der amerikanischen Ostküste.
Außerdem ist dieser Roman so wunderbar abwechslungsreich, da gerade die Unterschiede zwischen den Freundinnen immer wieder zu lustigen Spannungen sorgt. Er zeigt, dass der Sommer zwar traumhaft, aber keineswegs immer problemfrei ist.

Mia March – Der Sommer der Frauen

Klappentext:
Sommer mit Meerblick

In Boothbay Harbor, einem kleinen Fischerörtchen in Maine, führt Lolly ein gemütliches Bed & Breakfast. Die Gäste schätzen die nette Atmosphäre und das gute Essen. Und sie lieben die Kinoabende: Denn jeden Freitag zeigt Lolly einen Film – immer mit Meryl Streep, ihrer Lieblingsschauspielerin.

Diesen Sommer sind auch ihre Tochter und die beiden Nichten angereist. Alle drei bringen ganz eigene Sorgen und alte Verletzungen mit: Nur langsam fassen sie wieder Vertrauen zueinander. Sie sitzen zusammen vor der Leinwand, lachen und weinen miteinander und merken allmählich: Die Filme geben Antworten auf viele Fragen im Leben. Und das Leben stellt große Fragen in diesem unvergesslichen Sommer am Meer …

Begründung:
Dieser Roman ist nicht nur ein reiner Sommerroman, sondern auch ein Familienroman. In traumhafter Sommeratmosphäre entführt er die Leser in die Tiefen von Familiengeheimnissen. Die Charaktere, insbesondere Lolly, sind wunderbar einzigartig und ich habe mich beim Lesen direkt in das Bed & Breakfast verliebt. Außerdem hat der Roman bei mir Lust auf die im Buch angesprochenen Filme geweckt, obwohl ich nicht unbedingt Meryl Streep – Fan bin.
Dies ist auf jeden Fall ein Roman, der einen beim Lesen nicht kalt lässt, da er mit einer Menge an Emotionen aufwartet.

Und wie sieht es bei euch aus? Welches ist euer absolutes Sommer-Lieblingsbuch? Habt ihr überhaupt eins? Oder vielleicht auch mehrere?

Sommerliche Grüße
Natalie

[Rezension] „Heat.Beat.Love“ von James Patterson

Klappentext:

Scheinbar aus heiterem Himmel schlägt Axi ihrem besten Freund Robinson einen Trip quer durch die USA vor. Robinson macht mit und verwandelt die Reise in ein verwegenes Abenteuer: Statt mit dem Greyhoundbus düsen die beiden auf einer geklauten Harley los. Sie übernachten unter freiem Himmel und schwimmen in Privatpools – und immer wieder fragt sich Axi, wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch eines Morgens holt sie das Schicksal ein und es wird ihnen klar, dass sie sich vom ersten Augenblick geliebt haben und jeden einzelnen Moment des Glücks, der ihnen bleibt, auskosten wollen . . .

Meine Meinung:

Ich habe das Buch im Rahmen einer Lesechallenge bei Lovelybooks gewonnen. Hier nochmals einen riesiges Danke, dass ich teilnehmen durfte.
Mir gefiel direkt das Cover, da es direkt einen Einblick auf den Inhalt des Buchs gibt. Man kommt direkt in Sommerstimmung hat Lust auf einen Roadtrip. Das Cover fällt direkt auf, so dass man in der Buchhandlung leichter danach greift.
Ich wusste zunächst nicht, dass es sich hier eher um einen Jugendroman handelt, konnte mich aber auch sehr gut in die weibliche Hauptperson Axi hineinversetzen, obwohl sie gerade mal halb so alt ist wie ich. Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen, da mir Axi direkt sympathisch war. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich ihre Beweggründe „ausreißen“ zu wollen zunächst (und leider auch teilweise bis zum Schluss) nicht ganz nachvollziehen konnte. Klar, sie hat vielleicht nicht gerade das einfachste Leben, aber ob dies dann direkt „der“ Grund ist sich auf einen Roadtrip mit ihrem besten Freund zu begeben, ist mir nicht ganz klar. Da musste auf jeden Fall mehr dahinter stecken, was man am Anfang nicht so ganz nachvollziehen konnte.
Zunächst fragt man sich auch, was hinter der Freundschaft zwischen Axi und Robinson steckt, da sie auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Dies wird aber im Laufe der Handlung aufgeklärt.

Im Verlauf des Romans nimmt die Handlung immer mehr an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich irgendwann fast für Robinson und Axi. Die beiden geraten in nicht nur in einen Schlamassel, sondern stolpern quasi von Ereignis zu Ereignis, dass bei den beiden Spuren hinterlässt. Die Beziehung der beiden verändert sich im Verlauf des Roadtrips stetig, auch wenn die beiden sich dies selbst zunächst nicht zugestehen möchten.

Patterson schafft es einen durchgehenden Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Er hat eine sehr bildhafte Sprache, so dass man die Geschehnisse als real wahrnimmt. Er hat eine überaus turbulente und abwechslungsreiche Geschichte geschrieben, die immer wieder mit Überraschungen aufwarten kann.
Mit Axi und Robinson hat er auch durchaus interessante Charaktere geschaffen. Allerdings idealisiert er Robinson in meinen Augen zu sehr: Er findet immer schnell einen Draht zu den Menschen, wird scheinbar von allen gemocht und kann alles. Er wird irgendwie zu positiv dargestellt. Niemand kommt mit allen Menschen klar. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegenüber zunächst Misstrauen hat, erscheint mir höher.
Zwischendurch habe ich mich auch immer wieder gefragt, ob die beiden nicht eigentlich viel mehr Aufsehen erregen müssten, zumal die beiden ja noch nicht volljährig sind. Zwar kann man in den USA bereits mit 16 Jahren Autofahren. Aber es muss ja schon irgendwie auffallen, dass zwei Minderjährige so tagsüber durch die Gegend fahren, statt sich in der Schule aufzuhalten. Irgendwie scheint niemand dies so recht in Frage zu stellen. Allerdings tut dies dem Lesevergnügen auch nicht wirklich einen Abbruch.

Ich ahnte bereits zu Anfang, dass einer der beiden ein Geheimnis hütet. Allerdings hätte ich eher daran gedacht, dass Axi diejenige sein würde. Insbesondere, da der Roadtrip ihre Idee war und ich das Gefühl hatte, dass sie auf der „Flucht“ vor irgendetwas wäre. Es stellt sich jedoch heraus, dass Robinson derjenige ist, der eigentlich auf der Flucht vor etwas ist.

Ab dem zweiten Drittel des Romans ahnt man bereits, wie der Roman enden wird. Der Roman kann mit einem durchaus emotionalen Ende aufwarten und die Gefühle der Beteiligten, insbesondere der von Axi, werden sehr gut herausgearbeitet.
Allerdings blieben meiner Meinung nach noch einige Ungereimtheiten offen, wie z.B. die Tatsache das Robinsons Eltern nicht Axis Vater benachrichtigen, als sie bei ihnen auftauchen, sondern sie einfach bei sich wohnen lassen. Sie sind ja selbst Eltern und können nachvollziehen, wie es ihm ergehen muss. Auch die Tatsache, dass Robinson nie seine Eltern erwähnt hat und dies in der Vergangenheit nie wirklich Thema zwischen Axi und Robinson war (außer kurz auf der Reise), finde ich ziemlich merkwürdig.
Das Ende wirkt für mich nicht ganz abgeschlossen, da Axi plötzlich wieder zu Hause ist und für sie alles wieder mehr oder weniger in geregelten Bahnen läuft. Mir wurde bis zum Ende nicht klar, warum Axi wirklich aus ihrem Leben Reißaus nehmen wollte. Zumal der ganze Trip Axis Idee war und sie keinen wirklichen Grund hatte. Klar, so wollte vielleicht nicht mehr nur das „Brave Mädchen“ sein. Aber dies ist für mich nicht Grund genug Reißaus zu nehmen. So bleibt bei mir ein fader Beigeschmack haften.Meiner Meinung nach hätte Robinson derjenige sein müssen, der Axi zum Roadtrip anstiftet und nicht anders herum. So hätte der ganze Trip zumindest einen Sinn gemacht.

Generell war es aber durchaus eine spannende Geschichte, wenn man sich von den einigen Ungereimtheiten nicht beirren lässt.
Meine Erwartungen, die ich nach dem Lesen der Leseprobe hatte, wurden größtenteils erfüllt. Dies ist ein durchaus interessanter Roman, der mit einer Menge an Spannung und Dramatik aufwarten kann.
Auch wenn mich die ein oder andere Ungereimtheit schon ein wenig gestört hat, überwiegt bei mir ein durchaus positives Bild auf den Roman.

Da es ein durchaus interessanter Jugendroman ist, der selbst mich mit Mitte 30 noch fesseln konnte, bekommt er von mir 4 (von 5) Punkten.